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schrub Frau Schnatterliese am 15. September 2005 um 12 uhr 50 -

wie ich mich denn selber sehen würde, fragt er und ich muss passen. ob ich vielleicht eine rosa ecke in meiner wohnung hätte, fragt er dann was mich vollends sprachlos macht. dann, ob ich ein labtop hätte, ich frage zurück, wieso dies von nöten sei und bekomme folgende (!!!) antwort ‘neger vor hütte, verstehst du’. ich erbitte mir bedenkzeit. in meiner verzweiflung rufe ich herrn e. an und frage ihn, wie er mich denn so sehen würde, strictly blog-connected. herr e. bittet mich die frage zu wiederholen, das ist doch mal ein ansinnen, das ich verstehen kann.

nach kurzer beratung beschließen wir, dass gänse und enten her müssen, welchen ich lieblich und reizend hinterher springen werde. eine tolle idee, nur gänse und enten finden muss ich noch, hier in dieser großstadt. ich verliere im weiteren tagesverlauf den ein oder anderen nervenstrang ob der frage, wo in berlin gänse und enten (meinetwegen auch schwäne, mir doch egal) zu finden sind. es kristallisiert sich der park des schlosses charlottenburg als ziel meiner diversen wünsche heraus. der ‘neger vor hütte’ wird ersatzlos gestrichen, aus einer ganzen menge an gründen.

man munkelt von enten und schwänen in rauen mengen. was stimmt. leider befinden sie sich in mehrheit im wasser, was ich am abend des tages herausfinde, ein biber schwimmt ausgesprochen entspannt vorbei (ich hätte mich saunabiber nennen sollen), die blesshühner gehen mir auf die nerven. aber, zumindest enten.

in reichlich glühender mittagshitze, einen tag später. auf dem schloßparkplatz werde ich gefragt, ob ich denn eigentlich aus ost- oder west-berlin sei. ich verkünde, nicht ohne stolz, aus köln zu stammen. folgefrage, ob ich denn schnatterinchen kennen würde, die freundin von pittiplatsch? ja, sage ich, persönlich nun nicht, aber ich hätte einen entfernten bekannten, der sei pittiplatsch-fan, als ein fiebriger junger mann (dem ich von dieser stelle aus gute besserung wünschen möchte) ein riesiges gelbes plüschtier aus dem kofferraum zerrt.

ich bin ein sekündchen perplex , muss dann aber doch lachen, ich hätte mich schwer anstrengen müssen, um auf eine derart groteske idee zu kommen, aber ich halte es nicht für ausgeschlossen. er beschwichtigt, das müsse ja nicht sein, und überhaupt, nur für den fall der fälle. ich denke an diesen kirmesbär, den ich jahrelang von umzug zu umzug geschliffen habe, weil er mir mal zum geburtstag geschenkt wurde und den ich dann bei nacht und nebel im ex-innenhof entsorgte, weswegen ich mich immer noch schlecht fühle, der arme kerl, zu regnen angefangen hat es damals. ich bin ein charakterschwein. wo ich so darüber nachdenke. bewaffnet mit zentnerweise brötchen und diesem gelben ding schleppen wir uns in richtung ententeich. (und erregen erstaunlicherweise kaum aufmerksamkeit)

dort angekommen, der biber sagt guten morgen, die blesshühner nerven, das ufer ist über und über mit den vertrockneten stoffwechselprodukten des anwesenden federviehs bedeckt, beginne ich dieselben ‘anzufüttern’. inmitten von gänsen, enten, 1 biber und blesshühnern (alle miteinander militant im wasser) und vogelscheisse (am ufer) werde ich aufgefordert freundlich zu gucken, was irgendwie problematisch ist, weil ich in dieser zeit nichts und niemanden füttern kann und demzufolge von den vier schwänen angefaucht und gebissen/massakriert werde. gut ich könnte die schwäne am hals packen und aus dem wasser ziehen, aber das scheint selbst mir ein wenig übertrieben.

mit der letzten brötchenhälfte machen wir uns auf an einen schattigen platz, beginnen erneut den anfütterungsprozeß, zwei enten, zwei blesshühner, kein biber, kein schwan, lassen sich – wenn auch zögerlich – bitten. allerdings nicht aus dem wasser und die entenhälse sind zum dran ziehen einfach zu kurz. der letzte versuch und das letzte bild ist nicht lila sondern gelb und erschöpft sinke ich auf den gelben vogel, der weder mir noch dem kranken mann gehört, sondern aus der auslage eines kinderspielzeugladens geliehen wurde und dann ist es geschafft. und ich bin durstig.

ich sollte endlich mal übers wetter schreiben.

11 kommentare zu “berühmt-berüchtigt. schon wieder eine liebesgeschichte!”

  1. Bettgeflüster schrub am  15. September 2005 um 17:57

    uff. ich hab das gelesen…äh, was war das nochmal zwischen “selber sehen” und “durstig”…worum gings? ;->

  2. Frau Schnatterliese schrub am  15. September 2005 um 20:13

    ich glaub’, sie haben sich einfach nur verlaufen. macht nichts. da kann man schon mal einfach nichts verstehen.

  3. johnny schrub am  15. September 2005 um 21:50

    Der Laptop-Erklärer-Spruch kam bei uns auch. Komisches Geschäft.

  4. Frau Schnatterliese schrub am  16. September 2005 um 09:16

    wie ich sehe, hat es euch auch wirklich gut gefallen. gut recherchiert, erstklassige umsetzung. qualität, eben.

  5. Bettgeflüster schrub am  16. September 2005 um 09:47

    achwas verlaufen. ich les auch sonst mal still und lautlos mit…

  6. engraver schrub am  16. September 2005 um 10:44

    frau schnatter, dat foto … hab’s gerade gesehen, nää ich glaub es nicht … und das geschreibsel … hahaha, großartig!!!

    ich glaub ich abonniere den * jezz

  7. Els schrub am  16. September 2005 um 11:51

    jetzt das Bild dazu zu zeigen wäre eine schöne Idee….

  8. Frau Schnatterliese schrub am  16. September 2005 um 18:45

    herr e., wissen sie, es sind nicht die bilder, es ist das geschreibsel, das ärgerlich ist. denn, ich halte meinen wahren namen nicht geheim, den kann man in zwei einfachen schritten in der denic nachsehen, ich sehe nur nicht, was mein wahrer name mit dem blog zu schaffen hat, aber gut, auch haben meine freunde kein pseudonym, sie enden hier nur nach dem anfangsbuchstaben mit einen punkt und mein wirklicher spitzname ist eule, die schnatterliese ist eine mir immer noch vollkommen unerklärliche geistlosigkeit aus dem januar 2004 im zusammenhang mit redestadtlandfluss, ich besitze und besaß nie ein gelbes stofftier und ich blogge in der tat fast nie meine liebesgeschichten. es ist der text. der scheisse ist. und ja, johnny hat recht, komisches geschäft.

  9. Jazzer schrub am  18. September 2005 um 07:12

    Ich habe nur den Text im Netz gelesen. Mit obligatorischen Neger vor HütteNotebook-Fotos übrigens. Da ist mir allerdings die Lust auf die Printausgabe vergangen. Aber Sie mit Ente …

  10. Freddie schrub am  20. September 2005 um 00:52

    Na da hat dir der “Stern” aber ordentliche “Sitezugriffe” beschert.
    Obwohl ich net erkennen kann, als Laie?, warum?
    Im Grunde gibt es gleiche/bessre Sites mehr als genug ;-)

    Die Geschmäcker ……….

    Fredel

  11. Frau Schnatterliese schrub am  20. September 2005 um 20:26

    ich hätte mich malen lassen sollen, das wär es gewesen. verflixt, ja das hätte ich.

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